Ihr Ratgeber zur Hausratversicherung

Ratgeber für Hausratversicherung

Eine Hausratversicherung deckt unterschiedlichste Schäden bei Brand, Einbruch, Wasserrohrbruch und ähnlichem ab. Trotzdem und gerade deshalb gilt es, einige Dinge bei Vertragsabschluss, im Schadensfall oder bei einem Wechsel zu beachten, damit es keine unangenehmen Überraschungen gibt.

Vor Vertragsabschluss umfassen vergleichen

Vor einem Vertragsabschluss lohnt sich ein umfassender Vergleich der Versicherungen, die am Markt angeboten werden. Das Angebot ist groß, und Preis und Leistung können vielfältig voneinander abweichen. Ein fundierter Vergleich kann mit unserem Vergleichsrechner problemlos selbst durchgeführt werden. Wer bereits von einem einschlägig ausgebildeten und bei der IHK registrierten Versicherungsmakler betreut wird, kann sich glücklich schätzen – er übergibt den Auftrag zum Marktvergleich seinem Makler.

Was ist wann und wo versichert?

Schaden durch

Versichert (Beispiele)

Nicht versichert (Beispiele)

Brand:

Feuer, das sich von alleine ausbreiten kann

  • Brand durch entflammten Weihnachtsbaum
  • entzündetes Bettzeug durch defektes Heizkissen
  • Kinder lassen brennendes Streichholz fallen
  • Verformung durch Hitze ohne Feuer
  • durch Zigarettenglut verursachte Sengschäden
  • durch Kurzschluss, ohne Feuer, entstandene Schäden an Elektrogeräten

Blitzschlag:

Blitz schlägt direkt in Gegenstand ein, auch Folgeschäden

  • Blitz legt Satellitenschlüssel lahm
  • auf das Haus gefallener Baum (durch den Blitzschlag)
  • Überspannungs- oder Kurzschlussschäden an Geräten, wenn der Blitz nicht unmittelbar in das Gebäude trifft

Explosion oder Implosion

  • Gasherd explodiert und ruiniert die Wohnungseinrichtung
  • Fernseher durch Implosion zerstört
  • Explosion des Schnellkochtopfs
  • Bersten von Flaschen oder anderen Gefäßen durch Überdruck oder gefrorene Flüssigkeiten (Beispiel durch Kohlensäure)

Einbruchdiebstahl und Vandalismus:

Einbruch in ein Gebäude, Aufbruch eines verschlossenen Behältnisses im Gebäude

  • Einbruch in verschlossenes Haus, Wohnung oder Garage auf dem Grundstück
  • Einbruch in Hotelzimmer oder Ferienwohnung (Im Urlaub, Aufenthalt maximal 3 Monate)
  • bei Einbruch war Tür oder Fenster offen
  • im Restaurant wird Handtasche gestohlen
  • Diebstahl geschah durch Mitarbeiter oder Hausangestellte

Raub:

Überfall, Täter nimmt Versichertem unter Androhung von Gewalt etwas weg

  • Opfer wird mit Messer bedroht und ihm wird die Handtasche somit gestohlen
  • Trickdiebstähle (zum Beispiel an der Haustür)
  • Opfer des Raubs stand unter Drogen oder war alkoholisiert

Sturm und Hagel:

Windstärke des Sturm von mindestens acht

  • durch den Sturm beschädigte Fernsehantenne, Markise oder Satellitenschüssel
  • Regenwasser dringt in die Wohnung ein und beschädigt die Einrichtung
  • Baum fällt auf das Haus
  • Schäden durch Lawinen, Sturmflut oder Schneedruck
  • Eindringende Feuchtigkeit durch nicht verschlossene Fenster und Türen
  • Hausrat außerhalb des Gebäudes (wie zum Beispiel Gartenmöbel)

Leitungswasser (auch Wasserdampf):

Aus Rohren, Aquarien und Wasserbetten

  • Schäden durch Wasserrohrbruch
  • Platzen des Zulaufschlauchs der Waschmaschine
  • Eimer fällt um und das Putzwasser verdreckt einen weißen Teppich
  • Schäden durch Grundwasser, Überschwemmung, Hochwasser oder einen dadurch verursachten Rückstau

 Quelle: Finanztest 5/2012

 

Was tun im Schadensfall?


Ist ein Schaden eingetreten, dann sollte die Versicherung schnellstmöglich darüber informiert werden. Außerdem sind die Konditionen zu erfragen, unter denen die Kosten erstattet werden. In einem Schadensfall ist viel zu beachten. Ist vorab beispielsweise ein Gutachter zu bestellen, oder genügt es, die Rechnung zur Kostenübernahme einzureichen? Wie lange dauert es, bis die Kosten gezahlt werden? Muss man die Rechnung zunächst selbst zahlen, oder erledigt das die Versicherung direkt?

Stiftung Warentest Sieger im Vergleich


Die Stiftung Warentest hat im Übrigen einen umfassenden Vergleich der wichtigsten und bekanntesten Versicherungen durchgeführt. Das Ergebnis ist interessant – und zeigt, dass teuer nicht unbedingt immer gut sein muss.

Kündigung und Wechsel


Schließlich gilt es bei einer Kündigung und einem Wechsel der Hausratversicherung diverse Punkte zu beachten. So kann sie oft nur zu einem bestimmten Datum, nämlich dem jährlichen Abschlussdatum, gekündigt werden. Das bedeutet, der Vertrag gilt jeweils mindestens ein Jahr und kann in der Zwischenzeit nicht gekündigt werden. Zu beachten ist auch, ob ein Mehrjahresvertrag abgeschlossen wurde. Dieser ist unter Umständen günstiger als ein Vertrag mit einjähriger Laufzeit, dafür kann er nicht so schnell gekündigt werden. Weiterhin ist von Bedeutung, ob die Hausratversicherung einzeln abgeschlossen wurde oder im Verbund mit anderen.

 

So kann man bei einigen Versicherern eine Hausratversicherung im Verbund mit einer Haftpflichtversicherung oder einer Rechtsschutzversicherung abschließen. Manche Versicherer nutzen dies, um besonders günstige Preise anzubieten. Eine lückenlose Versicherung mit Nachweis der Vorversicherung ist bei einer Hausratversicherung dagegen nicht erforderlich, denn sie ist zwar sinnvoll, aber nicht verpflichtend.