Was zu Elementarschäden im Bereich Hausratversicherung zählt

Der Begriff Elementarschäden wird in verschiedenen Versicherungssparten verwendet und besitzt hierbei nicht immer dieselbe Bedeutung. Umso häufiger sind Versicherungsnehmer beim Abschluss einer Hausratversicherung überrascht, dass Elementarschäden nicht zum Standard des Vertrags gehören und gegebenenfalls durch eine Zusatzklausel mit abgesichert werden müssen. Dies liegt jedoch in der Definition der Schadensart, zu denen Brand oder Blitzschlag nicht gezählt werden und die somit in den Standardverträgen zur Hausratversicherung zu finden sind. Zu den echten Elementarschäden, deren Absicherung mittels Zusatzklausel überdacht werden sollte, zählen:

 

  • Hochwasserschäden
  • Lawinen & Schneedruck
  • Erdbeben und Erdsenkung
  • weitere Naturschäden

 

Das Risiko von Hochwasser für die eigene Wohnregion richtig einschätzen


Das Übertreten von Flüssen wie Rhein und Oder haben in den letzten Jahrzehnten gezeigt, dass das Risiko des Hochwassers in Deutschland realistisch ist und so der individuelle Hausrat durch dieses Elementarereignis beschädigt werden kann. Jedoch sind nicht alle Bundesbürger in gleicher Weise von der Gefahr betroffen, dass Flüsse und Bäche über die Ufer treten und hierbei den Keller oder andere Teile eines Gebäudes überschwemmen. Wer in der Nähe von natürlichen Wasserläufen wohnt, tut gut daran, Hochwasserschäden mit in die Hausratversicherung zu übernehmen, die Versicherer der entsprechenden Regionen sind mit diesen Sonderwünschen der Kunden vertraut und bietet gewöhnlicherweise eine solche Zusatzfunktion an.

Schnee und Lawinen als elementares Risiko richtig einschätzen


Ebenso wie Bewohnern in der Nähe von Flüssen oder dem Meer sind auch Bewohner der Alpenregion und anderer, höherer Gebirge in Deutschland von speziellen Risiken betroffen. Der Lawinenabgang ist eine Gefahr, die in jedem Winter vorhanden ist und die sich in den letzten Jahrzehnten zudem gehäuft hat. Bei Regionen mit einem häufigen und starken Schneefall kann der Lastendruck des Schnees Dächer zum Einsturz bringen und so ebenfalls Teile des Hausrats zerstören. Wer diese Risiken erkennt und bei sich als realistisch ansieht, sollte über einen zusätzlichen Einschluss dieser Elementarschäden explizit nachdenken.

Erdbeben und ihre Folgen absichern


Deutschland gehört nicht zu den gefährdetsten Erbbebenregionen der Welt, dennoch sind immer wieder kleinere Beben wahrzunehmen, die eine Zerstörung des Hausrats mit sich bringen können. Selbst sehr kleine und häufige Beben sorgen für leichte Veränderungen im Erdreich, so dass schlimmstenfalls der Untergrund eines Hauses betroffen ist und zu einer Erdsenkung führt, die den Hausrat ebenso wie Teile des Hauses zerstören kann. Hier heißt es, sich über die Lage des eigenen Wohnsitzes genauer zu informieren und z.B. herauszufinden, wie die Beschaffenheit des Erdbodens ist. Dies kann sich auch dann empfehlen, wenn in der eigenen Wohnregion früher ein intensiver Tagebau betrieben wurde.

Naturschäden kennen lernen und richtig einschätzen


Neben den genannten Schäden gibt es noch weitere Elementarschäden, deren natürliche Entstehung nicht unmittelbar auf das Handeln eines Menschen zurückzuführen sind. Waldbrände sind hierzu ebenso zu zählen wie Tornados oder andere Stürme, je nach Art des Risikos findet standardmäßig eine Absicherung des Schadens in der Hausratversicherung statt. Individuell bleibt z.B. zu prüfen, ob ein Brand als Schadensursache ausschließlich nach Blitzschlag Leistungen nach sich zieht, oder auch flächendeckende Waldbrände mit Schadensfolge zu den Versicherungsleistungen zählen. Hier heißt es, den Vertragstext genau zu überprüfen und verschiedene Tarifangebote zu vergleichen.