Einen Fahrraddiebstahl in die Hausratversicherung mit einschließen

Egal ob Großstadtleben oder Idylle auf dem Land - quer durch die Republik vertrauen Menschen auf das Fahrrad als praktisches Fortbewegungsmittel. Wer sein Fahrrad auf Straßen oder matschigen Wegen einsetzt, wird es nur in den seltensten Fällen mit ins Haus oder in die Wohnung hineinnehmen, stattdessen findet ein Abstellen im Hausflur oder im Außenbereich statt. Selbst bei einer optimalen Sicherung des Rades kann nicht ausgeschlossen werden, dass dieses Opfer eines Diebstahls wird und der Ankauf eines neuen Rades nötig wird. Wer über eine Hausratversicherung verfügt, wird daher an folgenden Fragen interessiert sein:

  • Gehört ein Fahrrad eigentlich zum Hausrat?
  • Ist ein Fahrrad standardmäßig durch eine Hausratversicherung geschützt?
  • Gibt es Möglichkeiten, einen expliziten Schutz für das Fahrrad vorzunehmen?

Tipps: Gegenmaßnahmen

 

Folgende Maßnahmen

können einen Diebstahl

verhindern:

Registrierung bei der

Polizei

Fahrradpass ausfüllen

Fahrrad codieren lassen

Fahrradschloss ab

Stufe 7

(Weitere Informationen

finden Sie hier.)

Kann ein Fahrrad zum eigenen Hausrat gezählt werden?


Grundsätzlich ist die Antwort hierauf: Nein! Sämtliche Verträge zur Hausratversicherung geben eindeutig an, was der Versicherer unter Hausrat versteht, der Begriff dehnt sich hierbei meist auf alle frei beweglichen Sachen aus, die sich im Haus oder der Wohnung des Versicherungsnehmers befinden. Natürlich kann ein Fahrrad auch in den eigenen vier Wänden gelagert werden, der Einsatz des Gerätes ist jedoch eindeutig für den Bereich außer Haus bestimmt, so dass keine klassische Form von Hausrat vorliegt. Das Fahrrad ist so also eher mit einem KFZ oder einem anderen Fahrzeug gleichzusetzen, die ebenfalls nicht durch einen Vertrag zur Hausratversicherung geschützt sind und daher einen eigenen Versicherungsschutz benötigen, z.B. durch einen Teilkaskovertrag bei einem KFZ.

Ist ein Fahrrad standardmäßig durch meinen Vertrag zur Hausratversicherung geschützt?


Dadurch, dass ein Fahrrad bei fast allen Versicherungen die Definition des Hausrats nicht erfüllt, erstrecken sich die Versicherungsleistungen eines entsprechenden Vertrags somit auch nicht auf dieses Zweirad. Generell sollte ein Blick in die gültigen Vertragsbedingungen geworfen werden, wie die Versicherung mit einem Diebstahl von Hausrat umgeht. Gerade bei günstigen Tarifvarianten wird oftmals nur von der reinen Beschädigung gesprochen, sollte es hingegen zu einem echten Diebstahl von Hausrat kommen, kann kein oder nur ein sehr geringer Schadenersatz für das Diebesgut fällig werden, Hier heißt es, unabhängig von der Fahrradregelung genauer zu überprüfen, welche vertragliche Ausgestaltung möglich ist. Dies gilt natürlich auch für Kunden, die eher einen Wert auf einen günstigen Jahresbeitrag legen und das Risiko eines Diebstahls bewusst aus dem Leistungskatalog der Versicherung herausnehmen möchten.

Laut der polizeilichen Kriminalstatistik 2011 ging der Fahrraddiebstahl um ca 22.000 Vorfälle zurück, dies entspricht einer Änderung von 7,2%.

In der Statistik handelt es sich nur um Diebstähle, die bei der Polizei gemeldet wurden.

Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik 2011

Welche Möglichkeiten gibt es für einen expliziten Schutz vor Fahrraddiebstahl?


Auch wenn der Fahrradschutz kein elementarer Teil vieler Hausratversicherungen ist, erklären sich zahlreiche Versicherungen in Deutschland bereit, diesen Schutz auf Wunsch dennoch zu gewähren. Möglich wird dies durch sogenannte Zusatzklauseln, mit denen explizit auf individuelle Wünsche im Versicherungsschutz eingegangen werden kann. Auch Elementarschäden wie Hochwasser oder Lawinen können auf freiwillige Basis abgesichert werden, stellen im Vergleich zum Schutz vor einem Fahrraddiebstahl allerdings eher eine regional notwendige Absicherung dar. Der Schutz des eigenen Fahrrads ist hingegen universell in ganz Deutschland sinnvoll und sollte in den zugesagten Deckungssummen auch auf den Wert des eigenen Fahrrads eingehen. Natürlich ist es für Leistungen unerlässlich, das Fahrrad ausreichend vor Diebstahl gesichert zu haben und nicht einfach frei und ohne weiteren Schutz abgestellt zu haben.