Checkliste für Ihre Hausratversicherung

Hausratversicherung sinnvoll

Die Hausratversicherung bietet als wichtiger Versicherungsschutz für zahlreiche Schadensarten am eigenen Hausrat einen umfassenden Schutz. Vielen Versicherten ist während des Vertragsabschlusses jedoch nicht bewusst, dass einzelne Schadensbereiche standardmäßig oder gesondert aus dem Versicherungsschutz des jeweiligen Anbieters herausgenommen werden und somit nicht die umfassende Absicherung in Aussicht stellen, die eigentlich gewünscht wird. Mit der folgenden Checkliste soll auf diese Besonderheiten eingegangen werden, um garantiert zu einem umfassenden Hausratsschutz nach Maß zu gelangen. Zu beachtende Punkte sind hier:

  • Elementarschäden
  • Überspannungsschäden
  • Glasbruchschutz
  • Diebstahl von Fahrrädern
  • Höhe der generellen Deckungssumme

 

Elementarschäden in die Hausrat integrieren


Im Unterschied zu anderen Versicherungsarten wie z. B. dem KFZ-Kaskoschutz gehört zu vielen Hausratverträgen kein Schutz vor sogenannten Elementarschäden. Bei diesen handelt es sich um unvorhersehbare Umwelt- und Witterungseinflüsse wie Erdbeben, Lawinen oder Überschwemmungen. Die genannten Elemente gehören vorrangig deshalb nicht zum Standardschutz eines Hausratvertrages, da von derartigen Schäden nur Bewohner bestimmter Regionen wie der Nord- und Ostseeküste oder dem Alpenvorland betroffen sind. Um eine Benachteiligung aller anderen Versicherten auszuschließen, gehören Elementarschäden daher nicht zum Standardvertrag, die meisten Versicherungen machen es jedoch möglich, diese Form der Absicherung zu einem Standardvertrag hinzuzufügen.

   

Schutz vor Überspannungsschäden


Die sogenannte Überspannung tritt gerade in Häusern und Wohnungen mit älteren Stromleitungen auf, die für die natürlichen Schwankungen des Stromnetzes nicht mehr genügend Widerstand aufbringen können. Im schlimmsten Fall sorgt eine Überspannung für die komplette Zerstörung hochwertiger Elektrogeräte wie Fernseher, Küchengeräte oder Computer. Da das Risiko einer solchen Überspannung in neuen Häusern mit zeitgemäßen Stromleitungen sehr gering ist, wird diese Form des Hausratschutzes nicht standardmäßig angeboten. Auch hier besteht jedoch die Möglichkeit, eine Ergänzung vorzunehmen und so den baulichen Gegebenheiten des eigenen Hauses Tribut zu zollen. Sind nur einzelne Elektrogeräte betroffen, kann der Einsatz von Überspannungssteckern eine Alternative darstellen.

Glasbruch in die Hausratversicherung einbinden


Auch Glas in all seinen Formen gehört im Regelfall nicht zu den geschützten Elementen in einem Hausratvertrag. Wer seinen Vertrag um dieses Element ergänzt, nimmt damit nicht nur einen Schutz für die Außenverglasung seines Hauses vor, sondern schließt jede Form von Glas ein, die sich im Haushalt antreffen lässt. Die Glasbruchversicherung als Ergänzung der Hausratversicherung ergibt also vorrangig dann Sinn, wenn ein Haus über zahlreiche gläserne Gegenstände wie Tische, Schränke oder Arbeitsflächen verfügt oder die Außenfront durch deutlich mehr Fenster geprägt wird als bei einem kleineren Wohngebäude.

Checkliste für Ihre
Hausratversicherung

Deckungssumme

Fahrraddiebstahl

Glasbruchschutz

Überspannungs-
schäden

Elementarschäden

Auf den Diebstahl eines Fahrrads vorbereitet sein


Auch wenn ein Fahrrad nicht zwingend in den eigenen vier Wänden abgestellt wird, zählt dieses ebenso wie andere, kleinere Fahrzeuge zum individuellen Hausrat. Eine Absicherung vor Diebstahl oder Beschädigung wird als Ergänzung in vielen Hausratverträgen möglich, allerdings sind für den fortwährenden Versicherungsschutz bestimmte Voraussetzungen zu erfüllen. In vielen Fällen gilt der Schutz nur über die nächtliche Abstellzeit des Fahrrads, bei Schadensfällen oder Diebstählen über den Tag ist der Radbesitzer selber in der Haftungspflicht. Zudem muss nachgewiesen sein, dass der Versicherungsnehmer nicht fahrlässig handelt. Daher gilt es, das Fahrrad mit einem geeigneten Vorhängeschloss oder einer ähnlichen Form der Sicherung dauerhaft zu schützen.



Die korrekte Deckungssumme festlegen


Neben den genannten Sonderformen der Absicherung ist die generelle Höhe der Deckungssumme unbedingt zu beachten. In der Versicherungspraxis findet im Regelfall eine pauschale Ermittlung der Deckungssumme über die Quadratmeterzahl der eigenen Wohnfläche statt, allerdings muss dieser Maßstab nicht den eigenen Bedürfnissen entsprechen. Bei einer größeren Zahl von Wertgegenständen wird diese pauschale Kalkulation der Realität nicht gerecht, so dass hier eine Erhöhung der zugesicherten Deckungssumme anzuraten ist. Generell empfiehlt es sich, vor dem Erstkontakt mit einem Versicherer einen ruhigen Blick über den aktuellen Hausrat zu werfen und grob zu berechnen, welchen Wert dieser tatsächlich für eine umfassende Absicherung mit sich bringt.