Überspannungsschäden und ihre korrekte Absicherung

Elektrische Energie begleitet die Menschen erst seit einem guten Jahrhundert, in den letzten Jahren ist die Nutzung dieser Energiequelle jedoch erheblich interessanter geworden. Computer, Entertainment-Systeme und viele weitere Elektrogeräte werden dauerhaft betrieben und stellen so eine Herausforderung für die elektrischen Leitungen von Haus oder Wohnung dar, die nicht selten vor Jahrzehnten gelegt wurden. Sogenannte Überspannungsschäden sind eine der häufigsten Folgen dieser Überlastung, die durch einen plötzlichen Kabelbrand ebenso wie durch einen Blitzschlag oder ähnliche Naturereignisse ausgelöst werden können. Folgende Fälle sind bei der Schadensabsicherung des Hausrats somit zu überdenken:

  • Überspannungsschäden nach Blitzschlag
  • Überspannungsschäden bei Kabelbrand
  • Schäden in Steigleitungen
  • sinnvolle Maßnahmen gegen Überspannungsschäden

 

Wie elektrische Geräte auf einen Blitzschlag reagieren


Das Risiko eines Blitzschlags ist im modernen Wohnungsbau bereits sehr gering, betrifft jedoch weiterhin Hunderte von Wohnhäusern in Deutschland jährlich und sorgt für größere Schäden am Hausrat. Der Blitzschlag stellt in den Standardtarifen der Hausratversicherung ein abgesichertes Risiko dar, Überspannungsschäden oder andere Schadensformen durch den Einschlag eines Blitzes sind somit im Regelfall abgesichert. Leider unterliegen viele Versicherungsnehmer dem Irrtum, dass ausschließlich ein Blitz für die Überspannung im eigenen Stromnetz sorgen kann und sichern nicht zusätzlich andere Elektrizitätsrisiken für ihren Hausrat ab, die dennoch wahrscheinlicher sind als ein echter Blitzschlag.

Brände von Kabeln und Leitungen


Hochmoderne und energieintensive Geräte passen nur selten mit den Kabeln und Leitungen alter Häuser optimal zusammen. Schnell kommt es bei einem stetig wechselnden Bezug von elektrischer Energie zu Spannungsschwankungen in den Leitungen, deren Isolation über Jahrzehnte hinweg brüchig geworden ist und für Brände und andere Schäden verantwortlich sind. In den meisten Fällen umfassen Hausratversicherer diese Art von Schäden nicht, eine gesonderte Absicherung über eine Zusatzklausel ist daher empfehlenswert. In die Entscheidung für oder gegen diesen zusätzlichen Schutz sollte natürlich auch das Alter des Hauses bedacht, das mit weiter zurückliegendem Baujahr eine größere Gefahr darstellt.

Selbst gelegte Steigleitungen als Risikofaktor erkennen


Nicht jede Leitung in einem modernen Haushalt wurde durch einen Profi verlegt, viele handwerkliche begabte Mieter oder Hausbesitzer haben selbst in den letzten Jahren nachgeholfen und so neue Leitungen verlegt. Diese stellen nicht nur wegen einer unprofessionellen Anbringung eine größere Gefahr für Überspannungsschäden dar, sondern bergen auch durch ihr Material ein wesentlich höheres Risiko. Gerade im Bereich der Telekommunikation sind Glasfaserkabel für eine schnellere Datenübertragung zu einem innovativen Standard geworden, der sich jedoch anfälliger für Schwankungen in der Stromversorgung zeigt. Schneller als bei herkömmlichen Leitungen ist das Risiko der ungewünschten Schäden für den eigenen Hausrat gegeben.

Schäden durch elektrische Überspannung sinnvoll vorbeugen


Um sich finanziell gegen Überspannungsschäden zu schützen, bleibt meist nur die Ergänzung des Hausratvertrags durch die entsprechende Zusatzklausel. Zusätzlich lässt sich durch spezielle Schutzstecker vorbeugen, die verhindern, dass angeschlossenen, elektrischen Geräte bei Blitzschlag oder einem anderen Auslöser wirklich einen Schaden nehmen. Sich auf eine starke Versicherung verlassen zu können, sollte schließlich nicht vor dem Schutz hochwertiger und liebgewonnener Geräte stehen, die im täglichen Leben eine Rolle spielen. Und selbst wenn die Hausratversicherung einen Wiederbeschaffungswert zahlen sollte - persönliche Erinnerungen und Dokumenten auf PCs und ähnlichen Geräten dürften dennoch unwiederholbar verloren sein.