Die Absicherung von Wertsachen durch eine Hausratversicherung

Viele Verträge der Hausratversicherung gehen von einer Standardausstattung von Haushalten aus, der sich vorrangig durch die Größe des Wohnbereiches herleiten lässt und eine Festlegung von pauschalen Deckungssummen ermöglicht. Dies muss natürlich nicht dem individuellen Schutzbedürfnis entsprechen, da der eigene Haushalt über eine deutlich größere Zahl an Wertsachen verfügen kann, die vor einer dauerhaften Beschädigung oder Zerstörung zu schützen sind. Die wichtigsten Fragen, die sich rund um Wertsachen in der Hausratversicherung stellen, sind:

  • Was wird überhaupt als Wertsachen angesehen?
  • Wie sieht der Schutz von Wertsachen in der Hausratversicherung aus?
  • Mit welcher Entschädigung kann ich bei einem Schaden rechnen?
  • Gibt es spezielle Sicherheitsvorschriften zu beachten?

 

Was eine Versicherung als Wertsachen ansieht


Die Definition unterscheidet sich je nach Versicherer, allerdings sind einige Standards in den Verträgen als Wertsachen erkennbar. Bargeld, Geldkarten und ähnliche Anlageprodukte wie Wertpapiere oder Sparbücher gehören bei den meisten Versicherungen zu den Wertsachen, auch Schmuck und Edelsteine sind hier hineinzurechnen. Auch Kunstobjekte stellen eine Wertsache dar, den jeweiligen Wert wird der Besitzer am ehesten bemessen können, der sich für einen Erwerb der entsprechenden Objekte entschieden hat. Nicht immer ist der hohe Wert für Außenstehende gleich zu erkennen, die zusätzliche Absicherung von Wertsachen sollte daher auf Initiative des Besitzers erfolgen.

Welchen Schutz erhalten Wertsachen durch die Hausratversicherung?


Grundsätzlich sind in den meisten Vertragsvarianten Wertsachen nicht durch die Hausratversicherung geschützt. Dies gilt gerade dann, wenn die Berechnung von Deckungssummen und Beiträgen auf standardisierte Weise erfolgt, bei der nicht davon ausgegangen wird, dass sich ungewöhnlich bedeutsame Wertgegenstände im Hausrat finden lassen. Dennoch ist es möglich, Wertsachen mit in den Schutz der Versicherung einzuschließen und durch eine Zusatzklausel eine höhere Absicherung zu erhalten. Vor der Unterzeichnung des Vertrags sollte explizit auf diesen Wunsch hingewiesen werden, natürlich besteht auch die Möglichkeit zur Nachversicherung, falls später Wertgegenstände zum Haushalt hinzugefügt werden.

Wie hoch liegt die Entschädigung für Wertsachen beim Hausratschutz?


Jeder Hausratvertrag führt eine maximale Versicherungssumme, an der sich prozentuale zahlreiche Formen von Schadenersatz orientieren. Ausgehend von dieser Summe kann ein Versicherungsnehmer mit einem Anteil von 20 Prozent rechnen, falls ein Wertgegenstand zerstört oder unbrauchbar gemacht wird. Dies gilt allerdings nicht für Bargeld und ähnliche Finanzwerte, bei diesen wird hingegen eine fixe Summe durch die Versicherungsverträge festgelegt, die sich an den finanziellen Bedürfnissen des Versicherungsnehmers orientieren. Auch hier heißt es also, individuell mit dem Versicherer zu verhandeln, um garantiert zu einem Schutz nach eigenen Vorstellungen und Notwendigkeiten zu gelangen.

Welche Sicherheitsvorschriften muss ich für Leistungen des Hausratvertrags beachten?


Verschiedene Wertsachen sind von behördlicher Seite aus mit Vorschriften belegt, die zur Sicherung der entsprechenden Werte beitragen sollen. Um in einem Schadensfall auf Ersatzleistungen der Versicherung vertrauen zu können, sind diese Vorschriften unbedingt zu befolgen. Alarmanlagen oder ein ähnlicher Einbruchschutz wird mittlerweile in vielen Verträgen vorgeschrieben, falls es sich um einen Haushalt mit höheren Wertgegenständen handelt. Auch auf Reisen sind entsprechende Vorschriften zu beachten, unter Umständen ist Geld oder Schmuck zwingend im Safe des Hotels aufzubewahren. Für kleinere Wertsachen wie Bargeld oder Sparbücher müssen Normalbürger in ihren eigenen vier Wänden jedoch wenige Auflagen beachten.